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Der Mammutbaum
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Wollhaar-Mammut
(ausgestorben)
An einer Ecke unseres Schulhofes steht ein besonderer Baum. Es ist ein Mammutbaum. Mammutbäume können über 100 Meter hoch und bis zu 3000 Jahre alt werden. In Nordamerika gibt es Exemplare mit über 10 Metern Stammdurchmesser und über 2000 Tonnen Gewicht. Sie sind die größten und ältesten Lebewesen auf der Erde. Man unterscheidet drei Arten von Mammutbäumen. In den Wäldern nahe der amerikanischen Pazifikküste wachsen vor allem Küsten-Mammutbaum und Riesen-Mammutbaum.  Diese gehören zu den immergrünen Nadelbäumen.  Unser Mammutbaum 

Urwelt-Mammutbaum
(lebendig)
ist jedoch ein Urwelt-Mammutbaum (Metasequoia glyptostroboides) aus China. 
Urwelt-Mammutbäume wachsen im chinesischen Gebirge in Höhen von 700 bis 1350 Meter über dem Meer und halten Fröste bis zu 30 Grad aus. Ihr Holz und ihre pelzige Rinde hat eine rötliche Farbe. Die Ähnlichkeit zum zottigen Fell eines Wollhaar-Mammuts ist deutlich. Jährlich können Urwelt-Mammutbäume bis zu 1 Meter wachsen. Ausgewachsen erreichen sie eine Gesamthöhe bis zu 50 Metern und bis 2 Meter Stammdurchmesser. Im Gegensatz zu den immergrünen nordamerikanischen Verwandten verlieren sie im Spätherbst ihr Laub. Bereits im März bilden sich dann wieder grüne Knospen. 

Urwelt-Mammutbaum (Metasequoia glyptostroboides) im März
Bis Mai sind die schlanken gefiederten, hellgrünen Blätter voll entwickelt und die Blüten kommen heraus. Im Herbst färben sich die Blätter erst gelblich später rosa und bis November kupferrot.  In dieser Zeit reifen auch die bis 2,5 cm großen Zapfen. Der Urwelt-Mammutbaum ist einhäusig, das heißt auf einem Baum können gleichzeitig weibliche und männliche Blüten wachsen. Allerdings wurden in Europa bisher noch keine männlichen Blüten beobachtet, so dass er hier auch keine fruchtbaren Samen bilden kann. Mammutbäume gelten allgemein als widerstandsfähig gegen Schädlinge und Krankheiten.

Der Urwelt-Mammutbaum hat seinen Namen zurecht. Er ist ein lebendes Fossil. Erst im Jahr 1941 wurde er in 150 Millionen Jahre alten Versteinerungen entdeckt und galt zunächst als ausgestorben. Noch im gleichen Jahr fand man überraschend in einer schwer zugänglichen Gebirgsregion in China ein kleines Vorkommen lebender Bäume. Diese Entdeckung war damals in Fachkreisen eine solche Sensation, als wäre plötzlich ein lebendiges Mammut aufgetaucht. Obwohl er seit über 50 Jahren in einigen europäischen Parks und Gärten angepflanzt wird, ist er nach wie vor eine Rarität und steht in der roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten.

(allgemeine Informationen aus Wikipedia)
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Chinesisches Rotholz
Unser Mammutbaum wurde kurz nach dem Bau der Schule gepflanzt. In den ersten Jahren schützte ein kleiner Zaun den wertvollen Setzling. Nachdem der Zaun wegen Baufälligkeit entfernt werden musste, verlor das junge Bäumchen leider seine untersten Äste, sonst wäre der Baum heute bis hinunter zum Boden beastet. An dem leicht zugänglichen Stamm hat er inzwischen einige große Scheuerstellen von Kinderfüßen und Katzenkrallen. Bisher konnte er diese Beeinträchtigungen verkraften. 

Blick in die Krone

winzige Flechten auf den Ästen
Trotz seiner Jugend haben sich auf den Ästen schon Flechten angesiedelt. Diese Symbionten sind für den Baum harmlos und zeigen deutlich die gute Luftqualität im Werratal. Eine interessante Aufgabe wäre die Bestimmung seiner aktuellen Höhe. Dazu gäbe es verschiedene Möglichkeiten. Hier sind unsere Mathematik-Experten gefragt. So lange wir keine genauen Messungen haben, sind wir auf Schätzungen angewiesen.

Kratzschäden am Stamm
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erste Knospen Mitte März Mitte April Ende April Anfang Mai
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Staatliche Regelschule Veilsdorf